von Keyserlingk als Aufsichtsratsvorsitzenden.
Das Statut sagt im § 1: Firma, Sitz,
Zweck,...: Unter der Firma „Fischhausener
Kreisbahn = Aktiengesellschaft“
wird eine Aktiengesellschaft
gebildet, welche den Bau und den
Betrieb einer normalspurigen Kleinbahn
von der Station der Samlandbahn
Dellgienen über Gaffken nach
Fischhausen in Verbindung mit der
Samlandbahn = Aktiengesellschaft...
zum Zweck hat.
Und im § 11 heißt es unter a): für
die Dauer des Bestehens der Samlandbahn
und der Kreisbahn Fischhausen
hat der Betrieb dieser Bahnen
in der Weise gemeinschaftlich zu erfolgen,
daß diese beiden Kleinbahnen
ein einheitliches Ganzes im Betriebe
bei getrennter Führung der Betriebsabrechnungen
darstellen.
Das Geschäftsjahr ging - wie bei
der Samlandbahn - vom 1. Oktober
eines Jahres bis zum 30. September
des Folgejahres.
Das Kapital wurde 1911 auf 1,087
Mio Mark erhöht. Nach der Inflationzeit
wurde das Kapital auf 797.900
RM umgestellt. Der Nennwert einer
ursprünglichen 1.000 Mark-Aktie betrug
noch 800 Reichsmark (s. Handbuch
der deutschen Straßenbahnen,
Kleinbahnen und Privatbahnen 1928).
Bmwm
1000 Mark
Fischhausener Kreisbahn * Aktiengesellschaft
Inhaber dieser Aktie ist nach Verhltltnis-ä lies IleffniKä tlürSHben in Gfem«sshe!t
de* Statuts am gesnmmten Elgcnthum der l'lschbadsener KretSbahn-Aktiert-I*«Seilschaft
und an dem Gewinn und dem Verluste derselben betheiligt.
Fischhausener Kreisbahn-Aktiengesellschaft
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Stammaktie (Quelle: Kulturzentrum Ostpreußen, Ausstell.-Katalog: Von 100 Thaler Preussisch Kurant...)
Die Konzession zum Betrieb der
Fischhausener Kreisbahn wurde am
15.05.1899 für 99 Jahre ab Betriebsbeginn
erteilt und später auf 120 Jahre
verlängert. Sie würde also heute noch
gelten.
Der Bau der Fischhausener Kreisbahn
Die Bahnanlage wurde - wie die der
Samlandbahn - von der Ostdeutschen
Kleinbahn Aktiengesellschaft im Auftrag
der Fa. Lenz & Co GmbH, Königsberg
Pr. unter der Bauleitung von Regierungs-Baumeister
Klinke gebaut. Den
Grund und Boden für die Trasse stellte
der Kreis Fischhausen zur Verfügung.
Aus mir unbekannten Gründen wurde
die Trasse gegenüber der Planung etwas
verändert. Ursprünglich sollte sie über
Cumehnen verlaufen, jetzt führte sie
weiter nördlich an Thierenberg vorbei.
1,6 km der Strecke soll im April/Mai
1900 von Pionieren des Eisenbahn-Regiments
1 gebaut worden sein.
nach
Neukuhren
Streckenplan der Kreisbahn mit den Bahnhöfen und Haltepunkten
(Entwurf Petzold zur Ausstellung „Klein- und Privatbahnen in Ostpreußen", Kulturzentrum Ostpreußen 1999)