sich etwa von der Linie Königsberg-Cranzer
Bahn nach Westen erstreckt.
Im Norden und Westen wird sie durch
die Ostsee und im Süden durch das
Frische Flaff begrenzt. Die Oberflächengestalt
stammt aus der Eiszeit.
Sie ist also entstanden in jener Zeit,
als das nördliche Deutschland von
einem gewaltigen Eismeer überdeckt
war. Die Bestandteile dieser vorweltlichen
Periode, die uns das aufgetaute
Gletschereis aus den skandinavischen
Ländern hinterlassen hat, finden wir in
der lieblichen Landschaft noch heute
vor. Sie besteht nicht nur aus flachem
Land, sondern ist vielmehr auch von
hügeliger Beschaffenheit und so manche
Schluchten, Täler und Flüsse
durchziehen das Land. Als Bodenarten
finden wir aus den Ablagerungen der
Eiszeit über den Schichten des
Diluviums, die Anschwemmungen des
Alluviums. Daher haben wir - auch in
unserer Gemeinde - viele verschiedene
Bodenarten zu verzeichnen. So findet
man z. B. am Südhang des Kleinen
Gebirges auf Watzumer Gebiet schneeweißen
Sand, in Kalthof nebenan fetten
Lehm und am Nordhang zur Lixeidener
Seite hin besten Baukies. In der
Watzumer Pape, durch das sich der
Forkensche Mühlenfließ zieht, bergen
die Talhänge schweren Mergel und nur
einige hundert Meter weiter südlich, in
Stapornen und Gr. Ladtkeim, wieder
Sand und Kies, ln der Hachen Talmulde
zwischen dem Kleinen Gebirge
und dem Ort Regehnen hat sich sogar
ein Torfmoor gebildet, „Maltbrook“
genannt.
Damit möchte ich für heute meine
Zeitreise in die Vergangenheit beenden.
Diese Zeitreise indes ist wie ein
Wimpernschlag in der Unendlichkeit
der Schöpfung in der wir für einen kurzen
Augenblick in das Samland hineingeboren
wurden und gelebt haben.
Und an dieses „Land der dunklen
Wälder“ wollen wir uns immer in
Dankbarkeit erinnern. Es ist aufregend
und spannend zugleich, finde ich, was
Archäologen und Wissenschaftler erforscht
und für die Nachwelt dokumentiert
haben. So unscheinbar diese
kurzen Ausführungen auch sein
mögen, für die Kulturgeschichte unserer
Fleimat sind sie stumme Zeugen
und von unermeßlichem Wert. Wir, die
noch lebenden Samländer haben die
Verpflichtung, soweit wir es vermögen,
unser Wissen an die junge Generation
weiterzugeben, damit auch sie wissen,
wo unsere Wurzeln liegen.
Machen Sie’s gut. Ich wünsche
Ihnen allen eine behütete, gute Zeit
und grüße Sie in heimatlicher Verbundenheit
sehr herzlich
Ihr Willy Fischer; Strumannstraße 4,
48231 Warendorf, Telefon: 02581-60341
Redaktionsschluß für Folge 148 ist der 10.10.2000
70
SfeinzeiHiche Funde im Samland bis 1500 v.Chr.
Bedeutung der Siqnoturen
Sichere steinzeitliche Funde
-p Grabfeld
(§) Wohnplätze
A Feuersteinbeile
A mehrere Feuersternbeile
A Feuerstein - Kleingeräte
Steinzeitliche Funde (jüngere Steinzeit) 4000 - 1500 v. Chr. 71