Erfolg dieses Treffens, zu dem sich zahlreiche
ehemalige Einwohner des Kirchspiels
einfanden, die sich zum Teil seit
über 35 Jahren nicht mehr gesehen hatten,
und wo es zu herzergreifenden
Szenen kam, organisierte er das zweite
Treffen, das am 2./3. Oktober 1982 in
den Räumen der Dompropstgemeinde
Minden durchgeführt wurde. Im Oktober
1984 fand in Minden mit einem
anspruchsvollen Programm und nahezu
hundert Teilnehmern das dritte Treffen
statt.
Inzwischen hatten Nachforschungen
und Veröffentlichungen im „Ostpreußenblatt“
eindeutig ergeben, daß eine im
Jahre 1952 der evangelischen Kirche in
Elüffelsheim bei Bad Kreuznach übergebene
Leihglocke aus Ostpreußen nicht,
wie ursprünglich angegeben, aus dem
Kreis Bartenstein, sondern aus Powunden
im Landkreis Königsberg (Pr.)
stammte. Dies veranlaßte Alfred Becker,
sich um die Übernahme der Patenschaft
für das Kirchspiel Powunden durch die
Kirchengemeinde Hüffelsheim Traisen
zu bemühen. Die feierliche Übernahme
der Patenschaft erfolgte am Erntedanktag,
dem 6. Oktober 1985. Auch die
Benennung einer Straße in Hüffelsheim
nach dem ostpreußischen Kirchdorf
Powunden und die Übernahme der
„Patenschaft für die Gemeinde Powunden“
am 1. September 1990 durch die
Gemeinde Hüffelsheim ist vor allem der
Initiative Alfred Beckers zu verdanken.
Seither haben sich die freundschaftlichen
Beziehungen zwischen den Landsleuten
aus Powunden und den Einwohnern
von Hüffelsheim weiter vertieft und
die „Hoffnung, daß die Gemeinde Hüffelsheim
ein lebendiger Sammelpunkt
für die Powundener werde“, wie es in der
Urkunde vom 1. September 1990 heißt,
hat sich in vorbildlicher Weise vor allem
auch Dank der verantwortlichen Persönlichkeiten
der Kirchen- und Ortsgemeinde
Hüffelsheim erfüllt.
Die Funktion des Kirchspielsprechers
übergab Alfred Becker 1990
aus Altersgründen in jüngere Hände.
Seine Bemühungen um die weitere Entwicklung
der Beziehungen zwischen der
Patengemeinde Hüffelsheim und den
ehemaligen Einwohnern des Kirchspiels
Powunden erfuhren hierdurch jedoch
keine Minderung. Durch Diavorträge im
Rahmen der Kirchspieltreffen, die seit
1985 bis auf wenige Ausnahmen jährlich
stattfanden, durch die Veröffentlichung
von Beiträgen im „Ostpreußenblatt“
und durch die ständige Entwicklung
neuer Ideen zur Ausgestaltung der
jährlichen Kirchspieltreffen sowie durch
die Pflege der Kontakte zu seinen Powundern,
zu führenden Persönlichkeiten
der Kirchen- und Ortsgemeinde
und zu Einwohnern von Hüffelsheim
leistete Alfred Becker bis zu seinen
Tode einen wichtigen Beitrag zur Pflege
des kulturellen Erbes Ostpreußens und
dazu, die Erinnerung an die Kirchengemeinde
Powunden wachzuhalten.
Alfred Becker hat sich um Ostj
preußen und in Sonderheit um d
Kirchspiel Powunden verdient gemach
Wir werden die Gespräche mit ii
vermissen, auf unseren Kirchspieltreff
wird er uns fehlen, doch seine Klugh '
seine Güte und seine Aufrichtigkeit w
den uns weiter begleiten.
Manfred Klein
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Liebe Zimmerbuder, Peyser und Neplecker!
Am 14. Juni 2000 ist unser verehrter Pfarrer i.R. Georg Sperling 94jährig
heimgegangen.
Von 1933 bis 1943 wirkte er als Pfarrer in unserer Gemeinde. 1943 wurde
er Soldat und ist erst spät aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.
Als junger Pfarrer kam er aus Berlin nach Zimmerbude. Hier heiratete er
die Tochter seines Vorgängers Gottschalk, Pfarrers Evchen.
In den ersten Jahren übernahm er zusammen mit seiner Frau die Frauenhilfe
und den Jungmädchenkreis von Frau Gottschalk. Später gründete er
den Posauenchor.
Durch das Wirken des Pfarrer-Ehepaares fand in Zimmerbude ein reges
kirchliches Gemeindeleben statt.
Im Gedenken an unseren Pfarrer Sperling grüßen wir alle Gemeindeglieder
herzlich.
Martha Schöttke und Inge-Maria Schwarm
V____________________________________________________ J
Wir trauern um
Ulrich Goll
geboren am 14.11.1922 - verstorben am 6. Juli 2000.
Ulrich Goll war jahrzehntelang Vorstandsmitglied, 12 Jahre Vorsitzender
unserer Pillauer Stadtgemeinschaft und lange Jahre im Vorstand der Kreisgemeinschaft
Fischhausen e.V tätig.
Er engagierte sich über alle Maßen für die Belange seiner Landsleute aus der
Seestadt Pillau.
Als Sachwalter unserer Heimatstube in Eckernförde und kultureller Mittelpunkt
der Vereinsarbeit prägte Ulrich Goll die stetige Linie unseres heimatgetreuen
Wirkens entscheidend mit.
Hervorzuheben ist auch sein persönlicher Einsatz bei der Pflege der Beziehungen
zu den heutigen russischen Bewohnern der Stadt Baltijsk.
Wir werden Ulrich Goll nicht vergessen!
Heimatgemeinschaft Seestadt Pillau e.V.
Der Vorstand
Dr. Bernd Wöbke Erich Lau Bernhard Klupsch Günter Wiese
Für die Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
Louis-Ferdinand Schwarz Klaus Lukas