Object : Unser Schönes Samland

seinem Aussscheiden zum Ehrenoberbrandmeister
 ernannt, sein Stellvertreter
 war Max Rahlke. Nachfolgend
wurde Oberbrandmeister A. Thiel
zum Wehrführer gewählt, er war
Tischlermeister in Pobethen.
Pobethen hatte ein eigenes massives
 Spritzenhaus mit Schlauchtrocknungsturm
 in der Trift. Die Ausrüstung
 bestand aus einer Handspritze
für je 8 Feuerwehrmänner zum Pumpen,
 einem Wasserwagen und einer
Kletterausrüstung mit 4 Leitern. 1936
kam dann eine Motorkraftspritze
dazu, die auch am Kraftwagen angehängt
 werden konnte. Leider waren
alle Fahrzeuge nur für Pferdegespanne
geeignet, motorisierte Löschfahrzeuge
gab es in Pobethen nicht. Nach Beginn
des Zweiten Weltkrieges sollte Pobethen
 ein Fahrzeug der Feuerwehrschule
 Metgethen erhalten, aber leider
wurde daraus nichts mehr.
Im Jahre 1936 mußte die Pobether
Wehr das Kreisfeuerwehrfest ausrichten.Ebenso
 wurde die Feuerwehr Pobethen
 im Jahre 1936 zu einem Großeinsatz
 nach Rantau gerufen, dort
brannten durch Blitzschlag Stall und
Scheune. An weitere Großeinsätze
erinnere ich mich 1939 auf dem Hof
Meller und 1940 in Mossicken zur
Unterstützung der Feuerwehr Syndau.
Bei dem Einsatz in Mossicken wurden
zwei weitere Löschzüge der Feuerwehrschule
 Metgethen angefordert.

Im Winter 1943 wurde die Wehr noch
einmal zu einem Großeinsatz außerhalb
 des Ortes gerufen; das Gutshaus
in Diewenz brannte vollkommen aus.
Es war ein schwieriger Einsatz, da alle
Wasserspeicher unter einer dicken
Eisschicht lagen.
Während der letzten Kriegsjahre
gründete Pobethen unter Führung des
letzten Wehrführers A. Thiel noch eine
Jugendwehr. Mit dem Zusammenbruch
 1945 kam auch das Ende für die
Freiwillige Feuerwehr Pobethen.

Meine Frau und ich wünschen
allen Heimatfreunden ein frohes
Weihnachtsfest und ein glückliches
neues Jahr 2000.

Euer Ernst Wittrien,
Hans Thoma-Straße 11, 76316 Malsch

Redaktionsschluß für Folge 145 ist der 10. Januar 2000

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Liebe Rauschener Heimatfreunde

1

...eingeschlossen
 alle
Freunde aus
den Schulbezirken

Georgenswalde,

St. Lorenz
und Craam.

Die „Kulturtage im SamIand“ fanden
 vom 18.-25. Juli 1999 in Rauschen
 statt. Der Ort war Gastgeber für
zahlreiche Heimatfreunde. Über die
Veranstaltungen, die aus diesem Anlaß
stattfanden, wurde im Heimatbrief 143
und im Ostpreußenblatt Folge 33 vom
21. Aug. 1999 bereits ausführlich berichtet.

Insgesamt waren es sehr schöne und
eindrucksvolle Tage: Das Konzert im
Dom von Königsberg, die Festveranstaltung
 mit Gottesdienst in Rauschen, die
Ausstellung „Unser Samland - früher“
in Rauschen und ein hervorragendes
Wetter ließen alle fröhlich sein.
Die Rauschener Reisegruppe von
Ingelore Mittag mit 35 Personen war im
neuen Hotel Russ untergebracht. Ingelore
 hatte alles bestens vorbereitet und
hatte dann auch vor Ort noch eine
Menge organisatorischer Arbeit. Dafür
herzlichen Dank an dieser Stelle. Neben
den eingangs genannten Veranstaltungen
 waren für unsere Gruppe die gemeinsamen
 Spaziergänge in Rauschen -
und besonders für alle, die zum ersten
Male nach Flucht oder Vertreibung die
Heimat besuchten - weniger bedrückend
 und sehr interessant.

Am Kreistreffen in Pinneberg am y
18./19. September nahmen 65 Heimatfreunde
 aus unserem Bezirk teil. Es war
wieder für alle interessant und es wurde
viel über die Heimat geschabbert, da
die Eindrücke von der Fahrt nach Rauschen
 noch lebendig waren. Wir hatten
wieder unseren separaten Raum im
Hotel Cap Polonio und waren gut
untergebracht. Leider nahmen die
Filmvorführungen von den Kulturtagen
so breiten Raum ein, daß zum Vorführen
 von lokalen Eigenproduktionen
wenig Zeit blieb. Am Sonntag war der
Besuch wieder schwach. Hervorzuheben
 sind die Teilnahme unseres 93-jährigen
 Freundes Fritz Kallweit aus
Rauschen mit seiner Lebensgefährtin
und von Nathanael Ewert aus Obrotten
mit 91 Jahren. Frau Waltraud Tödt, geb.
Hoffmeister besuchte mit Tochter und
Enkelin zu ersten Mal das Kreistreffen
und war von der regen Unterhaltung
sichtlich angetan. Ehepaar Billjött
dankt sehr herzlich für die in alter Verbundenheit
 von dem Treffen übermittelten
 Zuwendungen und Grüße.

Ingelore Mittag-Bendrien plant,
sofern es ihre Gesundheit zuläßt, für
Juni 2000 wieder eine Reise nach
Rauschen. Einzelheiten liegen bei Redaktionsschluß
 noch nicht fest. Die
Reise mit der Rauschener-Gruppe bietet
 den Teilnehmern die Möglichkeit
gemeinsam heimatliche Stätten aufzusuchen
 sowie Erinnerungen und Eindrücke
 auszutauschen. Anfragen und
Anmeldung bitte frühzeitig an Ingelore
Mittag, Kohlenstr. 73, 01189 Dresden;
Tel. 03 51-4 0138 76.

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