r-Unser
schönes Samland als Brücke in die weite Welt ——
eine gemeinsame Reise in die Heimat
unternommen.
Während dieser Reise, auf der uns
das Wetter mehr als gnädig war,
kamen so viele Erinnerungen zum
Vorschein und die Zeit des gemeinsamen
Beisammenseins war allen viel zu
kurz, so daß wir beschlossen uns nicht
so schnell aus den Augen zu verlieren.
Wir übernachteten in Minden
selbst - nur ja keine Minute des Zusammenseins
vergeuden.
ln der Stadthalle war alles bestens
organisiert, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
wurden GROSS geschrieben.
Für einen Blitzbesuch in der HeiDie
Qodriener Qruppe 1998 in Minden
matstube stahlen wir uns ungern
davon, es hätte ja sein können, daß wir
die eine oder andere Erzählung verpaßten.
Leider vergingen die schönen
Stunden in der Stadthalle zu schnell
Der Sonntag begrüßte uns mit Abschiedsstimmung
und einer nach dem
anderen rüstete sich für die Heimfahrt.
Eine letzte Tasse Kaffee, ein kurzer
Plausch mit Herrn Borkowski -
und „tschüß“ Minden - Dankeschön!
Aber, die Godriener sehen sich
wieder - ganz bestimmt!
Marlies Stern,
Via 2 7 Marzo, 65,1-19122 La Spezia j
Ostpreußen im Internet - „http://www.ostpreußenblatt.de“
Mit Freude und Erstaunen
erhielt ich Anfang
April 1998 eine Nachricht
aus Birch Run in
Michigan/USA. Auf
meinen Bericht in unserem
Heimatbrief, Folge 137, meldete
sich Frau Erika Hellwig und erklärte,
meinen Vater und meine Großmutter
aus Nickelsdorf bestens gekannt zu haben.
Erika Hellwig, aus Konradshorst
stammend, absolvierte das Pflichtjahr
bei der Familie Wetzker in Nickelsdorf.
Durch diesen Aufenthalt entstanden
die guten Kontakte zu meinen
Angehörigen.
Schon im zweiten Brief folgte die
große Überraschung, die Einladung zu
einem kleinen Heimattreffen in die
USA. Meine drei Schwestern aus
Schaaksvitte, ein Schwager, meine Frau
und ich nahmen diese Einladung dankend
an. Für den 25. Juli 1998 buchten
wir einen Linienflug von Düsseldorf via
London nach Detroit in Michigan, wo
wir am späten Nachmittag von der Familie
Hellwig empfangen wurden, um
in das 140 km entfernte Birch Run zu
fahren. Bereits am Eingang des großen,
parkähnlichen Anwesens wußten wir,
hier wohnt eine ostpreußische Familie.
Das große verzierte Holzschild mit
der Inschrift SAMLAND begrüßt den
Besucher.
Viele schöne Tage verbrachten wir
bei unserem ganz privaten Heimattreffen
und echter ostpreußischer Gastfreundschaft.
Lustig wurde das Geschabber
beim Austausch der Kindheitserinnerungen.
Aber auch an das
Leid und Elend der unschuldigen
60
Menschen, die ihre ostpreußische Heimat
verlassen mußten, und die unzähligen
Tragödigen dieser Zeit erinnerten
wir und gedachten der Millionen
Opfer. Aufgrund der Kriegsauswirkungen
wurden viele Landsleute in
alle Welt verstreut. Es ist trotzdem bewundernswert,
daß das Bekenntnis zur
angestammten Heimat und der Zusammenhalt
keinen Schaden genommen
hat.
In diesem Zusammenhang möchte
ich mich vielmals bei der ewig junggebliebenen
Annemarie Krueger, ebenfalls
aus Nickelsdorf, jetzt Beimont in
Kalifornien, bedanken. Sie hat maßgeblich
dazu beigetragen, daß das kleine
Heimattreffen ein voller Erfolg wurde.
Etwas verspätet, aber sehr, sehr
herzlich gratulieren wir Annemarie
Krueger zu ihrem 80. Geburtstag. Möge
sie noch sehr lange für die Deutsche
Kolonie in San Francisco tätig sein.
Unser Besichtigungsprogramm in
Michigan war vielfältig und interessant, 61