Full text : Unser Schönes Samland

Nach dem Telefonbuch von 1942 gab
es in St. Lorenz 8 und im Zustellbereich
 3 weitere Anschlüsse.
Ob zu dieser Zeit Schuhmachermeister
 Wichmann auch der Posthalter
war, ist mir nicht bekannt. Er wohnte im
Haus des Baugeschäfts Heise. Die postamtliche
 Bezeichnung lautet jetzt „Sanct
Lorenz“ mit dem Zusatz „Königsberg
(Pr) 5 Land“. „Sanct Lorenz“ steht also
jetzt ohne Bindestrich. 1933 wurde
dann im Zuge der generellen Änderung
des Zusatzes aus „Königsberg (Pr) 5
Land“ der Text „über Königsberg (Pr)
5“. Gleichzeitig wurde im Ortsnamen
dann das „c“ in „k“ geändert: also Sankt
Lorenz. Die Postanstalt führte in dieser
Zeit einen rechteckigen Gummistempel.
Mit der Neuregelung der Amtsstellenbezeichnung
 im Deutschen Reich
zum 01.04.1939 wurde aus der Poststelle

 die gleichrangige Poststelle II. Sie
wurde 1942 zu einer Poststelle I hochgestuft.
 Dieser Status wurde bis zum
Kriegsende beibehalten. Dieser Stempel
ist auf der Paketkarte sehr schwach zu
erkennen.
Die Postsendungen mußten vermutlich
 von den Zügen am Bahnhof
Rauschen-Ort abgeholt bzw. hingebracht
 werden. Über die Anlieferung
mit dem Postauto, das auf einem
Rundkurs vom Bahnhof Drugehnen
aus die Poststellen zwischen Grünhoff
und Heiligenkreutz versorgte, habe ich
keine Aufzeichnungen gefunden.
Mit dem Status Poststelle erhielt St.
Lorenz 1939 nun endlich auch die uns
bekannte postamtliche Bezeichnung
„St. Lorenz / über Königsberg (Pr) 5“.
Ab 1939 wird dann auch Frau Wieck
als Posthalterin und Inhaberin der

Öffentliche Fernsprechstelle
genannt. Das Anwesen von
Frau Wieck lag an der nach
Kraam führenden Straße zwischen
 dem Gasthaus Bong und
der Schmiede von Dennerlein.
Frau Wieck wurde bei den
Postgeschäften von einer ihrer
Töchter unterstützt.
Zum Zustellbereich von St.
Lorenz gehörten 1938 das
Dorf selbst sowie die Orte
Nortycken, Pokirben, Tykrehnen
 und Abbau Kirtigehenen.
Das Gut Abbau St. Lorenz
wurde weiterhin mit der Post
von Watzum versorgt.
Unbekannt ist, wie lange
Frau Wieck 1945 den Postbetrieb
 aufrecht erhielt. Die

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öb^Konigsberg (Pr) 5 { *~*
(Dies..

Besondere Vermerke des Absenders (s. Rückseite):;

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Freigebllhr (!%/)

PoBtgcwicht(kK)

(Straße, Hausnummer, Gebäudeteil, Stockwerk)
Graku 5. 42 ‘¿5110000 C 20 Din A 8

Wertpaketkarte vom 15.12.1944 (Samml. Klemm)

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84

Postzu- und -ableitung über Königsberg
 (Pr) 5 hörte Ende Januar 45 auf.
Örtliche Postgeschäfte und der Verkehr
über das Postamt in Rauschen könnten
theoretisch noch bis Ende März/
Anfang April 1945 gegangen sein.
Die Daten sind auch für diesen
Bericht größtenteils den Recherchen
von Herrn Dr. Vogelsang, Hermannsburg
 entnommen. In der nächsten
Folge will ich dann über die Poststellen
 Alexwangen und Craam/
Kraam berichten. Über Ergänzungen
und ortsbezogene Hinweise würde ich
mich freuen.

einschl. der Ortsteile Watzum, Kalthof
und Tolklauken.

Das Pinneberger Treffen liegt hinter
 uns und wir, die alten Stammbesucher
 haben uns, wie immer, über
das Wiedersehen sehr gefreut. Ich
danke allen fürs Kommen. Jedoch
bleibt anzumerken, daß unsere Reihen
sich immer mehr lichten. Das zunehmende
 Alter, zum Teil mit einer einhergehenden
 Krankheit, hinterläßt
seine Spuren. Auch wenn Sie nicht
mehr den weiten Weg auf sich nehmen
können, so seien Sie gewiß, daß wir
Sie in unsere Gespräche und Gedanken
 mit einbeziehen und bei Ihnen
sind.
In der letzten Ausgabe unseres
Samlandbriefes hatte ich Ihnen vorwiegend
 etwas über das Brotbacken
erzählt. Nun war es beileibe nicht so,

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes
 und gesundes Weihnachtsfest
und einen glücklichen Start in das Jahr
2000. Allen Kranken wünsche ich
gute Besserung und Linderung ihrer
Leiden. Das neue Jahr 2000 möge
Ihnen Zuversicht und Kraft bringen
und ein glückliches Wiedersehen bei
unseren Treffen.

Mit heimatlichen Grüßen verbleiben
Euer Elans-Georg Klemm,
Sudetenstr. 11, 91080 Uttenreuth,
Tel.:09131-58489
und in alter Verbundenheit Eure Billjötts

Regehner Heimatfreunde —

daß wir die köstlichen Backwaren
unserer Bäcker verschmäht hätten,
ganz im Gegenteil. Gelegenheit zum
Kaufen bot sich in vielfältiger Weise
an. Schon etwa Mitte der dreißiger
Jahre hatten geschäftstüchtige Bäcker,
Fleischer, Fischhändler oder auch der
Kollex mit seinem Bauchladen, u.a.
diese Marktlücke erkannt und brachten
 ihre Waren in die entlegendsten
Gegenden und Gehöfte in unserer
Gemeinde. Sie sorgten für Abwechslung
 im Speiseplan der Hausfrau.
Insbesondere für Frischfleisch, Wurstwaren
 und Fische während der Sommermonate.

Bäcker Hundrieser kam zum
Beispiel mit einem Einspänner und
einem geschlossenen Kastenwagen
aus Rauschen. Bäcker Müller aus
Pobethen hatte dagegen schon einen
Opel-Lieferwagen und bot außer den 85